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Mit Gott erlebt
Kraft der kleinen Geste
Bei unserem Besuch am Gebetsberg nördlich von Kitgum haben wir den Bürgermeister eines Dorfes kennengelernt. Wir haben ihm eine Bibel in seiner Sprache geschenkt, worüber er sich richtig gefreut hat. Schließlich hat er uns sein Herz geöffnet und uns unter anderem von dem Brunnen im Dorf erzählt, der schon eine Weile kaputt war. So mussten die Frauen kilometerweit zu Wasserstellen laufen, die auch nur während der Regenzeit Wasser haben. Mit Tränen in den Augen bat er uns um Hilfe und man konnte seine Liebe für sein Dorf richtig spüren. Wir wollten helfen, aber auch sie sollten einen Anteil daran haben und sich den Brunnen zu eigen machen. Wir fuhren erstmal wieder, aber später erhielten wir die Nachricht: sie haben gesammelt und jeder Haushalt im Dorf gab einen Beitrag zur Reparatur dazu.
Mit unserem Freund Vincent haben wir dann die Ersatzteile in der Stadt besorgt und als wir damit ankamen, war schon das ganze Dorf versammelt. Gemeinsam mit den Dorfbewohnern konnte der Brunnen wieder repariert werden. Die Freude war riesengroß, als endlich wieder frisches Wasser aus dem Hahn kam.
So soll euer Licht leuchten vor den Menschen, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. (Matthäus 5,16)
Die kleine Geste mit dem Brunnen öffnete dem Evangelium die Türen im Dorf. Wir predigten öffentlich über Jesus, der ihnen lebendiges Wasser geben möchte – in der Dorfversammlung, im kleinen Familienrahmen, in einer Gemeinde, einfach dort, wo wir Menschen begegneten.